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Auf den Spuren der Geister
Sonntag, 13. Juli 2008
Akama verabschiedete sich von seinen Rettern und blickte eine Weile hinter ihnen her, bis sie um ein weit entferntes Eck aus seinem Sichtfeld verschwanden. Er hatte die Nacht zuvor noch lange mit Grummlie zusammen gesessen und mit ihm den weiteren Weg diskutiert. Viel wusste er nicht von dem, was vor ihnen lag. Gerüchten zufolge wachte dort Teron Bluttschatten über das über ihnen liegende Stockwerk. Bei dem Namen erschauderte Grummlie. Teron Bluttschatten also, einstmals ein mächtiger Orc-Hexer und Mitglied des Schattenrates von Gul'dan. Nach dem er von Orgrim Doomhammer getötet worden war, erweckte ihn Gul'dan wieder zum Leben und steckte ihn in den Körper eines toten menschlichen Paladins. Im 2. Krieg verbreitete er mit seinen Todesrittern Angst und Schrecken über die Schlachfelder. Einen kurzen Moment dachte Grummlie an Aufgeben, aber dieses Wort spielte im Spachschatz eines Zwerges eine untergeordnete Rolle. Hätte er gewusst, über welch grausame Macht Teron verfügte, er hätte es sich wohl noch einmal überlegt. So aber zogen sie weiter und kämpften sich über viele Treppen weiter nach oben.

Der Rausch des Todes, der sie nach vorne trieb, liess sie Raum und Zeit vergessen und ihre schmerzenden Wunden lindern. Keiner wusste genau, ob es tiefe Nacht oder hellster Tag war, so irritierte sie das Innere dieses riesigen Gebäudes und die vielen Scharmützel, die sie ausfochten. Sie kamen in einen Raum, der anders war als die vorherigen. Am Ende schien es nicht weiter zu gehen und in einer Art rundem Erker sahen sie eine geflügelte Gestalt. Eine tief ins Gesicht gezogene Kapuze verdeckte das schreckliche Antlitz des Untoten. Dies war zweifelohne Teron Blutschatten. Mit einer Stimme, die ihnen das Blut in den Adern gefror wandte er sich ihnen zu. "Ich war der Erste, wisst ihr? Das Rad des Todes hat sich schon so oft für mich gedreht. So viel Zeit ist vergangen... Ich habe viel nachzuholen." Angst durchströmte ihre Glieder, ein lähmendes Gefühl durchzog ihre Muskeln. Einen kurzen Moment überlegten sie zu fliehen doch ein lautes Schlagen blies diese Gedanken hinfort. Die grosse Tür zum einzigen Ausgang hatte sich von Geisterhand geschlossen. Es gab kein zurück.
 
Tine, eine kleine Gnom-Hexe, kannte Teron Bluttschatten aus den Erzählungen ihrer Lehrmeister und diese Erzählungen ermutigte sie nicht gerade, was den bevorstehenden Kampf betraf. Sie stürmten voran in Richtung des Platzes, an dem sich der Hexer befand. Die Angriffe der Gruppe konnte man fast schon als routiniert betrachten. Jeder kannte seine Aufgaben, jeder wusste was zu tun ist, jeder vertraute dem anderen blind. Obwohl sie doch so verschieden waren, bildeten sie eine starke Einheit. Mit ihren behenden kleinen Händen schickte sie Schattenblitz um Schattenblitz auf den Untoten. In all dem Getümmel bemerkte sie plötzlich, wie eine unsichtbare Hand sie umschlung. Tine erschrack, als sie sah, daß Teron Bluttschatten sie fixierte. Die Hand zog sich immer weiter zu, die Angst und der Schmerz wurde unerträglich. Sie drehte sich um und lief davon, doch sie konnte sich dem Hexer nicht entziehen. Mit einem Male wurde sie aus dieser Welt gerissen, ihr Körper entschwand und ihre Seele verwandelte sich in ein gesterähnliches Wesen. Sie wusste, das sie diesem Schatten nicht mehr entkommen konnte. Neben ihr erschienen plötzlich weitere Geister, Diener von Teron, die sich zweifelsohne auf ihre Gefährten stürzen würden. Auf der Schwelle des Todes durchströmten grosse
Kräfte Tines Geist. Sie war lange genug Hexe um diese Kräfte zu bündeln und gegen die vorpreschenden Schatten einzusetzen. Keiner der tödlichen Schatten erreichte sein Ziel und so erwies sie ihren Kameraden einen letzten Dienst bevor die Geister ihren Körper freigaben.

Teron Bluttschatten fiel, doch waren die Opfer, die sie dafür bringen mussten, den Aufwand wert?


 
Der Schatten senkt sich
Freitag, 11. Juli 2008
Lange hatte Grummlie nicht schlafen können. Zu viel Adrenalin lief noch durch seinen kleinen Zwergen-Körper. In einiger Entfernung lag Supremus' toter Körper. Er hatte diese Schar schon durch unzählige Schlachten geführt, doch angesichts der Grauen und Qualen, die vor ihnen lagen, kamen ihm Zweifel an ihrer Mission. Kurz dachte er an die wilden Jahre in Dun Morogh zurück, an die wunderschönen Höhlen, in denen er als Jungzwerg Yetis gejagt hatte, an das süffige Gebräu aus Karanos, welches auch die trübsten Gedanken nach einem Schluck in Rauch auflösen konnte. Er glaubte das Heulen der Wölfe zu hören, als er hoch schreckte.

Das Heulen war eindeutig kein Traum, es war real und es kam aus der Richtung in die sie gedachten weiter zu gehen. Eine klare Richtung war nur schwer auszumachen, es schien als würde Illidans schreckliche Aura, das Labyrinth an Wegen stündlich aufs neue formen. Ein Gang, der zuvor noch als der richtige Weg schien, konnte um die nächste Ecke vor einer Wand oder einem gähnenden schwarzen Loch enden. Das Heulen, welches er vernomm, war jedoch keines das von Illidans Dämonenschergen kam. Es klang wie der verzweifelte Hilfeschrei eines menschenartigen Wesens. Seine Sinne waren in sekundenschnelle wieder wach und das Adrenalin floss wieder schneller in wilden Strömen durch seinen Körper. "Erhebt euch rasch", rief er den anderen zu, "wir müssen weiter". Nur einige Minuten später kämpften sie sich durch Scharen von Dämonen. Mit Magie und Stahl zogen sie eine blutige Spur durch den Tempel, immer dem leidvollen Klang entgegen. Obwohl sie schnell voran kamen, schien das Heulen nicht näher zu kommen.

Grummlie vermutete schon fast einen Hinterhalt, als sich plötzlich ein grosser Raum auftat, in dem eine Gestalt am Eingang kauerte. Dies war zweifellos Akama, einst ein mächtiger Zauberer und ein Widersacher Illidans, bis er spurlos verschwand. Unerwartet schnell schreckte er herum, Angst sprach aus seinen Augen. "Er hat mir meine Macht geklaut, um sie für sich zu benutzen. Eingesperrt in diesem Schemen, labt er sich an meinen Kräften. Helft mir Fremde, bitte helft mir." flehte er sie an. Im Dunkel vor ihnen konnten sie eine schemenhafte Gestalt erkennen, die von Zauberern im Bann gehalten wurde. Welch teuflische Macht hatte sich Illidan überlegt, um die Zauberkräfte Akamas für sich nutzen zu können.

Ohne lange nachzudenken, stürmten sie vor. 2 Gruppen schnitten den Nachschub von Illidans Schergen ab, der Rest kümmerte sich um die Kanalisierer. Welle auf Welle rollte ihnen entgegen und Welle auf Welle wurde zurückgeschlagen, Alles lief schon fast zu perfekt, als plötzlich der Schatten zu Leben erwachte und auf Akama zu stürmte. Für einen langen Augenblick war ihnen dies nicht bewusst geworden, viel zu beschäftigt waren sie damit, Köpfe zu spalten und Laiber zu entzweien. Akamas Schrei weckte sie aus ihrem Blutdurst. "Auf den Schemen", schrie Grummlie. Er glaubte nicht, das Akama viele Schläge überleben könnte. Mit der Wucht einer Armee schlugen sie auf den Schemen ein. Akama würde nicht mehr lange aushalten, so viel war sicher, doch mit vereinten Kräften bezwangen sie Akamas Schemen. Nur langsam kamen sie zur Ruhe, immer in Angst, der Kampf könnte noch weiter gehen. Doch Akama, der langsam wieder zu Kräften kam, beruhigte sie. "Es ist vorbei, es ist vorbei. Habt Dank Fremde, ihr habt Illidan einen Teil seiner Macht entrissen. Doch seid gewarnt, noch immer stehen viele Gefahren zwischen euch und dem Herrscher des Tempels und noch immer sind seine Kräfte von unvorstellbarer Macht." "Darüber machen wir uns Gedanken, wenn es soweit ist.", raunte der kleine Zwerg und kramte nach seiner Pfeife.


 
2 Kreuze auf der schwarzen Tempel Liste
Freitag, 20. Juni 2008
Nachdem Blizzard die PVP Ränge abgeschafft hatte, war es ruhig geworden um den Obersten Kriegsfürsten Najentus. Geblieben war ihm nur die Erinnerung an die tollen PVP-Schlachten mit seiner Stammgruppe. Wie er damals zusammen mit seinem Kumpel Illidan KelThalas auf die Hörner genommen hat, wie er nächtelang gezockt hat, um seinen Rang halten zu können. Alles vergessen, heute steht er in Illidans Behausung und hält wagemutige Gruppen davon ab, weiter in den Tempel vor zu dringen.

Da kamen sie auch schon wieder, 25 Männer und Frauen an der Zahl, schwer bewaffnet und zu allem bereit. Er schlug mit der Macht seines starken rechten Armes auf die Angreifer ein, er bohrte seine Stachel tief in das Fleisch derer, die ihn bezwingen wollten. Doch auch sein Schild und alle seine Erfahrung als Kriegsfürst konnten sein Ende nicht verhindern. Wäre doch wenigstens Illidan bei ihm, so wie früher, als sie gemeinsam die Weiten des Alteractals beherrscht haben, dann würde er es diesen kleinen Emporkömmlingen schon zeigen. Doch nach wenigen Minuten musste er sich ihrer Übermacht und ihren harten und präzisen Attacken beugen. Tödlich getroffen sackte sein mächtiger Körper zusammen und seine Gedanken an früher erloschen für immer.

najentus_klein.jpg

Die Gruppe der Angreifer, sie nannten sich selbst die Gummibären, freuten sich kurz über ihren Erfolg, teilten die Beute auf und machten sich dann auf, tiefer in Illidans Tempel vor zu stossen. Sie hatten noch nicht genug Rache geübt, für die schrecklichen Taten, die Illidans Schergen Ihren Familien und dem ganzen Land angetan hatten. Viele Schlachten lagen bereits hinter ihnen, viele Kameraden hatten sie sterben sehen, aber heute war ihr Tag gekommen, die Schlacht der Schlachten hatte begonnen. Neun der tödlichsten Fürsten standen auf ihrer Liste, an der Spitze Illidan persönlich. Nach einer kurzen Rast krochen Sie durch das Abwassersystem an die Oberfläche. Vorneweg die mächtigen Krieger, gekleidet in einem schier undurchdringbaren stählernem Gewand, bewappnet mit Schwert und Schild, immer darauf vorbereitet sich der mächtigsten Angriffe zu erwehren. Gefolgt von einer Schar unterschiedlichster Waffenträger. Allesamt tödlich auf ihre Art, teilweise mit mächtigen 2-Hand Waffen ausgerüstet, mit Dolchen deren Gifte einen Menschen schleichend den Tod bringen, bewandert in den tödlichen Mächten der Magie. Zum Schluss die Heiler, erfahren im Umgang mit den Möglichkeiten, einem dem Tode nahen Freund zu retten. Menschen, Zwerge, Gnome, Nachtelfen und Draenei, so verscheiden in ihrer Art, doch im Kampfe vereint
Endlich den Abwasserkanälen entkommen, standen Sie auf dem grossen Tempel-Vorplatz, an dessen Ende Supremus auf sie wartete. Seine Armee konnte sie nicht stoppen, ein unbändiger Wille trieb sie voran, ein Wille, der den Schmerz unterdrückte und ihre dunklen Gedanken aufhellte.

Nun war es an Supremus selbst, die Angreifer zu vertreiben. Er war überrascht und verwirrt zugleich, mit welcher Inbrunst und Stärke man ihm entgegen trat. Seine hasserfüllten Schläge hatten bis jetzt noch immer gereicht, dem Feind den Garaus zu machen. Er liess vom Krieger ab und wandte sich wahllos unterschiedlichsten Zielen zu, er wollte Chaos und Verwirrung in den Reihen seiner Angreifer stiften. Dies sollte diese dreisten Eindringlinge für immer verstummen lassen. Doch in den Reihen der Gummibären gab es viele, die das Chaos beherrschten. Viele Schlachten hatten sie schon gewonnen, die bereits verloren schienen. Sie wichen seinen tödlichen Vulkanen aus, liefen weg, kamen zurück und fügten ihm immer schwerere Wunden zu. Seine Kraft begann zu schwinden, seine Schläge wurden schwächer. Noch einmal schöpfte er Hoffnung und Kraft, als er den grössten Krieger, einen menschlichen Hünen, der eher einem Wikinger glich, erschlagen konnte. Doch es war zu spät, er konnte diesen Sturm nicht bändigen und sank unter dem Jubel der Angreifer zu Boden.

supremus_klein.jpg


Der Anführer der Gummibären, ein kleiner dicker Zwerg, zog genüsslich an seiner geschwungenen Pfeife, hauchte ein paar Kreise in Luft und war zufrieden. Für kurze Zeit konnte er selbst an diesem Ort vergessen, welche Schrecken und Gefahren noch vor ihnen lagen... (to be continued)

 
Schlangenschrein 6/6: Lady Vashj
Donnerstag, 5. Juni 2008
Wer hätte es gedacht, die Gummibären können tatsächlich Endbosse legen. Was lange Zeit als Mythos galt, wurde gestern unter Beweis gestellt.

Nach kleinen Umstellungen in der Taktik konnten wir bereits am Sonntag sehr gute Fortschritte erzielen, die gestern ihren vorläufigen Höhepunkt in einem Kampf mit Entkommensbug hatten. Aber auch dieser miese Trick konnte die Lady des Schlangenschreins nicht davor retten, von uns endlich erlegt zu werden!

Ein danke an alle und Gratulation an die glücklichen Besitzer der neuen T5 Helme ;).

lady_vashj.jpg
 
Hyjal 4/5: Azgalor doomed out!
Donnerstag, 5. Juni 2008
Am 27.05. konnten wir uns zum zweiten Mal Azgalor stellen und wurden dieses Mal nicht durch einen Servercrash aufgehalten.

Nach einem sehr knappen 1%-Wipe konnten wir den Dämon und letzten Boss vor Archimonde in einem noch knapperen Versuch niederstrecken. Ein Glückwunsch an alle und ein Dank für die sehr gute Teamleistung, auch bei den Wellen zuvor!

azgalor.jpg
 
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